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Medamana Physiotherapie

Olaf Sawatzky

Nourneystr. 7

40822 Mettmann

02104 / 508155

 

Öffnungszeiten Praxis:

Nach Vereinbarung

 

Link zu Physio Aktiv Mettmann und dem milon Gesundheitszirkel:

www.physio-aktiv-mettmann.de

 

Mausarm - die schleichende Überlastung

 

Nintendonitis, Organizerdaumen, Sekretärinnenfinger oder eben Mausarm – das Phänomen hat viele Namen und ist weitverbreitet. Es beginnt schleichend: mit einem leichten Ziehen im Daumen, mit Kribbeln oder Schwächegefühl in der Hand oder im Unterarm. Zunächst nur während der entsprechenden Tätigkeit, also beim Tippen oder Klicken, dann auch im Ruhezustand. Mit der Zeit kommen Schmerzen, Empfindungsstörungen, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und sogar Lähmungen hinzu. Spätestens dann spricht man vom Mausarm.

Wissenschaftler fassen diese Störungen unter dem Begriff „Repetitive Strain Injuries“ (RSI) zusammen, zu Deutsch etwa „Verletzungen durch wiederholte Belastung“, oder kurz: Mausarm. Betroffen sind rund 5 Millionen Deutsche, die meisten aufgrund ihrer Tätigkeit am Computer. Und die Zahl wird weiter steigen; immerhin gehört Bildschirmarbeit mittlerweile für über 21 Millionen Beschäftigte zum Joballtag. Viele Hundert oder gar Tausend Anschläge und Muasklicks pro Tag sind da keine Seltenheit. Kein Wunder also, dass RSI inzwischen sogar als Berufskrankheit anerkannt ist.

 

Mausarm bedeutet oft chronischen Schmerz

„Durch die permanente Überlastung kommt es zu winzigen Verletzungen an den beteiligten Muskeln und Sehnen und als Folge davon zu schmerzhaften Entzündungen“, sagt Professor Hartmut Göbel, Ärztlicher Leiter der Schmerzklinik Kiel. Und selbst wenn die Mikroverletzungen zum Beispiel im Urlaub völlig ausheilen, reichen oft fünf Minuten an der Tastatur oder Maus, um die alten Schmerzen wieder hervorzurufen.

„In diesen relativ häufigen Fällen ist es zu einer fatalen Verknüpfung der Bewegungssteuerung im Gehirn mit dem anfangs kaum merklichen Schmerzreiz gekommen“, erklärt der Experte. „Der Schmerz ist an bestimmte Bewegungsabläufe gekoppelt, nicht mehr an tatsächliche Schäden.“ So etwas passiert natürlich nicht bei kurzzeitigen Überlastungen. Man geht allgemein von einer kritischen Grenze von etwa fünf Jahren aus, in denen Finger oder Unterarm (fast) täglich mehrere Stunden mit wenig Kraft immer wieder die gleichen Bewegungen ausführen

Hinzu kommt: „Das Risiko ist umso höher, je unnatürlicher der Bewegungsablauf ist.“ Das wiederum hat Konsequenzen für die Gestaltung des Arbeitsplatzes: Höhe von Tisch und Stuhl sollten aufeinander abgestimmt und der Monitor auf Augenhöhe eingestellt sein; die Lichtquellen sollten nicht zu Reflexen auf dem Bildschirm führen. Eine große Bedeutung kommt außerdem der Maus und der Tastatur zu.

 

Vorbeugen

 

Bei konventionellen Geräten liegt die Hand auf der Maus, wodurch der Unterarm leicht verdreht wird. Aufrechte Mäuse und Joysticks hingegen gewährleisten eine natürlichere Handhaltung. Was das Schreiben am Computer betrifft, gibt es zwei Probleme: Bei der Bedienung herkömmlicher Tastaturen knicken die Hände im Handgelenk ab, was leicht zu Störungen führt. Abgewinkelte Tastaturen können hier helfen.

Punkt Nummer zwei: die Anordnung der Buchstaben auf dem Keyboard. Sie wurde im Jahr 1837 erdacht, um die Geschwindigkeit auf Schreibmaschinen zu reduzieren(!), damit sich die Typen nicht verhaken – heute ist das natürlich unnötig. Seit 1932 gibt es die nach ihrem Erfinder benannte Dvorak-Tastatur, die sich allerdings noch nicht durchgesetzt hat. Unverständlich, denn sie lässt sich rascher erlernen und erlaubt noch schnelleres Schreiben. Die Fingerwege sind auf ihr 15- bis 20-mal kürzer.

Fazit

„Zur Behandlung eines RSI-Schadens können schmerzstillende Medikamente in Kombination mit einer Physiotherapie sinnvoll sein. Das Wichtigste bei Behandlung und Vorbeugung sind aber das eigene Verhalten und die Arbeitsabläufe im Job“, betont Professor Göbel. „Man sollte häufig kurz Pause machen und mit den Händen etwas ganz anderes tun – und nicht etwa, wie oft zu beobachten, im Internet surfen.“

 

ERGONOMIE
Senkrechte, ergonomisch geformte Mäuse, Joysticks und Mausstifte – wie sie beispielsweise von der niederländischen Firma Ergo2Work angeboten werden (www.ergo2work.de) – sorgen für eine natürlichere Arm- und Handhaltung. Das Gleiche gilt für getrennte und schräg angeordnete Tastaturblöcke, wie sie bereits von vielen Firmen (z. B. Microsoft) angeboten werden.

FUNKTIONEN
Jeder Doppelklick bedeutet doppelte Belastung. Per Software lässt sich diese Funktion meist umdefinieren auf einen Klick. Und statt mit der Maus sollten Sie öfter mit den Kurzbefehlen auf der Tastatur arbeiten. Motto: Monotonie vermeiden!

 

Fingerstretching

Für die kleine Pause zwischendurch

 

Unterarm aussen und Ellenbogen dehnen


 

Easywing: Ein Hilfsmittel, aber z. Zt. leider nicht verfügbar.

Ergonomische Unterarmschiene für die PC Arbeit und auch andere monotone Arbeitsplatzsituationen.